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Wie wird die Atherosklerose behandelt?
Eine Atherosklerose zu heilen, ist sehr schwierig. Zugelassene Medikamente, um die Gefäßwandveränderungen rückgängig zu machen, gibt es zumindest für die fortgeschrittenen Krankheitsstadien nicht. In erster Linie zielt die Behandlung der Atherosklerose auf die Therapie der Grunderkrankung ab. Hierzu zählen oft zu hoher Blutdruck, Störungen des Fettstoffwechsels oder Diabetes. In fast allen diesen Fällen stehen unterschiedliche und moderne Arzneimittel zur individuellen Therapie bereit. Je besser es gelingt, die Atherosklerose-Auslöser auszuschalten, desto größer sind im Allgemeinen die Chancen, den Krankheitsprozess zu bremsen und die Entwicklung weiterer Gefäßschäden deutlich zu verzögern.
Medikamentöse Behandlung
Um einen erhöhten Blutdruck zu normalisieren, werden neben den häufig verordneten entwässernden Substanzen (Diuretika) und Hemmstoffen Blutdruck steigernder Enzyme (ACE-Inhibitoren) auch Kalzium-Antagonisten eingesetzt. Letztere senken die Blutdruckwerte vor allem durch Weitstellen der Gefäße. Zur Reduktion kritischer Blutfett-Spiegel greifen Ärzte vielfach auf die Cholesterin senkenden Statine sowie auf die Wirkstoffgruppe der Fibrate zurück. Bei Diabetes-Patienten besteht die medikamentöse Therapie im Ersatz des fehlenden Insulins und/oder in der Gabe von Arzneimitteln, um die körpereigene Insulinproduktion zu unterstützen (zum Beispiel Sulfonylharnstoffe) oder die Zuckeraufnahme aus der Nahrung zu drosseln. Welches Medikament Ihr Arzt zur Behandlung der Grunderkrankung für Sie auswählt, ist abhängig von Ihrem individuellen Fall.
Operative Behandlung: Stent...
Je nach Ausmaß und Lage der Gefäßveränderungen wird der Arzt eventuell auch zu einem operativen Eingriff raten. Vor allem im Bereich der Herzkranzgefäße werden die verengten Stellen häufig mit Spezialkathetern und Ballons geweitet. Um die Blutbahn offen zu halten, werden im behandelten Gefäßabschnitt zusätzlich oft kleine Drahtnetze (Stents) platziert.

Abbildung: Erweiterung einer atherosklerotischen Engstelle mithilfe eines Ballons (Ballondilatation)

Abbildung: Einsetzen eines Stents
... oder Bypass
Ein zweiter Weg, die Atherosklerose operativ zu behandeln, besteht in einer Umleitung der Blutbahn. Mit einem körpereigenen Gefäßstück oder einer künstlichen Gefäßprothese konstruiert der Chirurg einen so genannten Bypass, der das Blut am verengten Gefäßabschnitt vorbeiführt und die Versorgung der angeschlossenen Gewebe und Organbereiche sichert. Die meisten Patienten kennen Bypässe vor allem als Umleitungen am Herzen. Auch im Bereich der Beinarterien, der Nieren oder der großen Körperschlagader (Aorta) werden häufig künstliche Blutbahnen angelegt.
Sie können in jedem Fall den Therapieerfolg fördern, indem Sie auf eine gesunde Ernährung, Normalgewicht und ausreichend Bewegung sowie regelmäßige Entspannung achten und nicht rauchen.