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Was bedeutet "Atherosklerose"?

Mit "Atherosklerose" bezeichnen Ärzte einen meist langsam verlaufenden Prozess, der zu charakteristischen Veränderungen der Blutgefäße führt. Dabei lagern sich Fett und Kalk in zunehmendem Maß in den Gefäßwänden ab. Die Gefäße verlieren an Elastizität, ihr Durchmesser wird immer enger. Nach einer Anfangsphase ohne spürbare Beschwerden behindern die Engpässe später oft den Blutfluss. Im Extremfall unterbrechen sie diesen ganz. Die Folgen wiederum können von kleineren Funktionsschwächen der betroffenen Gewebe und Organe über ausgeprägte Ausfallsymptome bis hin zum Absterben großer Organbereiche (zum Beispiel Herzinfarkt oder Schlaganfall) reichen. Was konkret geschieht, hängt davon ab, an welcher Stelle im weit verzweigten Kreislaufsystem der Blutfluss blockiert wird. Das Ausmaß des Schadens richtet sich in der Regel nach der Größe des beeinträchtigten Gewebebezirks.

Abbildung: Querschnitt durch ein Blutgefäß mit Ablagerungen an der Gefäßinnenwand

Die Behandlung atherosklerosebedingter Herz-Kreislauf-Erkrankungen – auch kardiovaskuläre Erkrankungen genannt – ist eine der häufigsten ärztlichen Aufgaben in der westlichen Welt. Obwohl es schwierig ist, zur Gesamthäufigkeit atherosklerotischer Gefäßkrankheiten in Deutschland verlässliche Zahlen zu finden, sprechen viele Medizinexperten sogar von der "Volkskrankheit Nr. 1". Fest steht unter anderem, dass Männer bis zu fünfmal öfter betroffen sind als Frauen und ältere Menschen mehr als junge.

Wie macht sich eine Atherosklerose bemerkbar?

Die Atherosklerose selbst kann man nicht spüren, wohl aber ihre Folgen. Herzinfarkt und Schlaganfall sind Beispiele für mögliche klinische Folgen einer Atherosklerose. Nicht immer jedoch kommen die gefürchteten Ereignisse so plötzlich, wie viele Menschen glauben. Häufig gehen ihnen über Monate und Jahre hinweg körperliche Symptome voraus, die signalisieren, dass es mit der Gefäßgesundheit nicht zum Besten steht.

Die wichtigsten Krankheitsbilder, mit denen sich eine Atherosklerose bemerkbar macht:

Koronare Herzkrankheit

Durchblutungsstörungen des Gehirns

Periphere arterielle Verschlusskrankheit

Achtung: Die meisten Atherosklerose-Patienten spüren ihre Erkrankung erst relativ spät. Wahrnehmbare Beschwerden deuten oft auf eine fortgeschrittene Erkrankung hin. Lange vor dem Auftreten erster Symptome kann eine Reihe aussagekräftiger Tests bereits über die Möglichkeit versteckter Gefäßschäden Auskunft geben. Die Untersuchungen (zum Beispiel Blutdruck-Messung, Blutzuckerbestimmung, Kontrolle der Blutfett-Werte), die meist ohne großen Aufwand durchgeführt werden können, sollten daher zum gesundheitlichen Vorsorgeprogramm jedes Einzelnen gehören.