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Wie wird der Blutdruck gemessen?
Zum Messen des Blutdrucks benutzt der Arzt entweder ein mechanisches oder eine elektrisches Blutdruckmessgerät. Beide bestehen aus einer aufblasbaren Manschette und dem eigentlichen Druckmessgerät, einem so genannten Manometer. Zur Anzeige des Drucks dient entweder eine Quecksilbersäule oder eine Skala mit Zeiger.

Der Arzt oder die Sprechstundenhilfe legen die Manschette um Ihren Oberarm knapp oberhalb des Ellbogens. Die Manschette wird dann langsam aufgepumpt. Wenn die Manschette anfängt, auf den Oberarm zu drücken, steigt die Quecksilbersäule bzw. der Zeiger im Manometer langsam an. Es wird so lange weiter Luft in die Manschette gepumpt, bis in der Schlagader kein Blut mehr aus dem Oberarm in den Unterarm fließt.
Lässt man die Luft dann langsam wieder aus der Manschette entweichen, können der Arzt oder die Sprechstundenhilfe mit dem Stethoskop in der Ellbogenbeuge hören, wann das Blut wieder zu fließen beginnt. Gleichzeitig sinkt auch die Quecksilbersäule bzw. der Zeiger im Manometer.
Das klopfende Geräusch des fließenden Blutes, das man mit dem Stethoskop hören kann, tritt genau in dem Moment auf, in dem der Blutdruck in der Manschette gerade eben unter den Druck in der Arterie sinkt. In diesem Augenblick zeigt das Druckmessgerät den so genannten oberen oder systolischen Blutdruck an. Er ist der maximale Druck, den Ihr Herz erzeugt.
Je mehr Luft aus der Manschette entweicht, umso tiefer sinkt die Quecksilbersäule bzw. der Zeiger des Druckmessgeräts. Sobald das Geräusch des fließenden Blutes, d. h. der Pulswelle, nicht mehr im Stethoskop hörbar ist, wird ein weiterer Wert abgelesen, der so genannte untere oder diastolische Blutdruck.
Der Blutdruck wird also immer durch zwei Werte angegeben: Der erste ist der systolische, der zweite der diastolische Druck. Beide Werte werden in mm Hg gemessen (Hg) ist das chemische Zeichen für Quecksilber). Man schreibt zum Beispiel 140/85 und spricht 140 zu 85.
Blutdruckselbstmessung
Die Blutdruckselbstmessung gibt Ihnen und Ihrem Hausarzt die Möglichkeit, den Erfolg der blutdrucksenkenden Therapie zu kontrollieren. Im Handel gibt es hierzu automatische Geräte, die den Blutdruck entweder am Oberarm oder am Handgelenk messen. Die Messungen sollten immer zur gleichen Tageszeit, möglichst im Sitzen und nicht im Stehen erfolgen. Messen Sie immer am gleichen Arm. Da die Blutdruckwerte im Tagesverlauf schwanken ist es sinnvoll, bei der Messung die Zeit zu notieren. Bei mehreren Messungen am Tag kann Ihr Hausarzt so das Blutdruckverhalten im Tagesverlauf beurteilen.