Inhalt

Welche Medikamente gibt es für die Behandlung der koronaren Herzkrankheit?

Für die Behandlung der koronaren Herzkrankheit gibt es verschiedene Medikamente, die entweder allein oder teilweise in Kombination eingenommen werden können. Die wichtigsten Behandlungsziele sind, Schmerzen zu lindern, zukünftige Anfälle zu vermeiden und das Fortschreiten der koronaren Herzkrankheit möglichst zu verhindern. Die am häufigsten verordneten Medikamente zur Behandlung der koronaren Herzkrankheit sind:

Nitropräparate

Sie verringern den Sauerstoffbedarf des Herzens, indem sie die Herzarbeit erleichtern, und sie erhöhen das Sauerstoffangebot für die Herzmuskelzellen, indem sie die Durchblutung des Herzmuskels verbessern.

Da einige dieser Medikamente sehr schnell wirken, werden sie direkt bei einem Angina-pectoris-Anfall eingesetzt, um ihn möglichst rasch zum Abklingen zu bringen. Für die Dauerbehandlung werden langsamer wirkende Nitropräparate verwendet, um das Auftreten eines Angina-pectoris-Anfalls möglichst zu verhindern.

Betablocker

Sie verlangsamen den Herzschlag und senken den Blutdruck. Dadurch erleichtern sie die Arbeit des Herzens, d. h., der Sauerstoffbedarf wird verringert.

Betablocker werden als Dauertherapie eingesetzt, um das Auftreten von Angina-pectoris-Anfällen möglichst zu verhindern.

Calcium-Antagonisten

Sie erweitern die Blutgefäße und die Koronararterien. Dadurch wird einerseits die Arbeit des Herzens wesentlich erleichtert, d. h., der Sauerstoffbedarf ist deutlich verringert. Andererseits kann mehr Blut durch die erweiterten Koronararterien fließen, was das Sauerstoffangebot deutlich erhöht.

Calcium-Antagonisten werden für die Dauerbehandlung der koronaren Herzkrankheit eingesetzt, um das Auftreten von Angina-pectoris-Anfällen möglichst zu verhindern. Gleichzeitig können sie auch einen sehr wichtigen Risikofaktor für die koronare Herzkrankheit - den Bluthochdruck- günstig beeinflussen.

Neuere Calcium-Antagonisten bieten bei nur 1x täglicher Gabe einen gleichmäßigen Schutz über 24 Stunden und decken so auch die kritischen Stunden am frühen Morgen ab.

Was Sie über Ihr Medikament wissen sollten

Was Sie selbst tun können