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Pulmonal-arterielle Hypertonie - was ist das?

Die pulmonal-arterielle Hypertonie (PAH) ist eine von mehreren Formen des Lungenhochdrucks.

Lungenhochdruck: krankhaft eingeengte Blutgefäße

Beim Lungenhochdruck sind die Blutgefäße der Lunge stark verengt und krankhaft verändert. Dadurch steigt der Blutdruck in den Lungengefäßen. Dieser Hochdruck in der Lunge führt dazu, dass der eingeatmete Sauerstoff nicht in ausreichendem Maß in die kleinen Blutgefäße übertreten kann, um dort von den roten Blutkörperchen aufgenommen und weitertransportiert zu werden. Folglich sind alle Körperzellen unzureichend mit Sauerstoff versorgt und die körperliche Leistungsfähigkeit lässt nach. Das Herz versucht zwar, durch stärkere Pumparbeit die Versorgung der Zellen mit Blut und Sauerstoff zu gewährleisten, aber auf Dauer überanstrengt es sich dabei. Diese dauerhafte Überlastung des Herzens schädigt den Herzmuskel.

Lungenhochdruck (pulmonale Hypertonie) ist ein Oberbegriff für mehrere, sehr unterschiedliche Lungenhochdruck-Erkrankungen. Ihr gemeinsames Merkmal sind die krankhaft eingeengten arteriellen Blutgefäße der Lunge.

Der Blutdruck im Lungenkreislauf kann mit Hilfe einer Rechtsherz-Katheteruntersuchung gemessen werden. Beim Gesunden betragen die mittleren Blutdruckwerte im Lungenkreislauf in Ruhe und unter Belastung 15 mmHg. Beim Lungenhochdruck sind die mittleren Blutdruckwerte dauerhaft auf über 25 mmHg (in Ruhe) oder über 30 mmHg (unter Belastung) erhöht.

Beschreibung der folgende Animation: Aus der Atemluft gelingt Sauerstoff (O2) ins Blut. Das sauerstoffreiche Blut wird vom linken Herzen in den Körperkreislauf gepumpt und zu den Körperzellen transportiert. Venen leiten dann das sauerstoffarme Blut mit dem Abfallstoff Kohlendioxid (CO2) zurück zum rechten Herzen. Von dort gelangt das Blut in den Lungenkreislauf. Durch die Lunge wird CO2 abgeatmet und erneut O2 aufgenommen.

Das folgende Element ist nicht barrierefrei.

Grafik: Blutkreislauf

Wie macht sich Lungenhochdruck bemerkbar?

Der Lungenhochdruck entwickelt sich langsam – bis sich die Situation im Lauf der Jahre allmählich zuspitzt. Weil die frühen Anzeichen normalerweise nur schwach ausgeprägt sind, werden sie häufig gar nicht wahrgenommen oder aber auf andere Ursachen zurückgeführt. Zeichen eines Lungenhochdrucks können rasche Ermüdung, abnehmende Leistungsfähigkeit und leichte Atemnot bei Belastung sein. Später kann es gerade bei Belastung oder sportlicher Anstrengung zu Ohnmachtsanfällen (Synkopen) kommen. Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe (Ödeme) sind ein Zeichen dafür, dass die Pumpleistung des rechten Herzens eingeschränkt ist. Bei fortgeschrittenem Lungenhochdruck besteht bereits in Ruhe Atemnot.