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Was ist bei einem Schlaganfall-Verdacht zu tun?

Bei einem Schlaganfall kommt es auf jede Minute an. Warten Sie bei einem entsprechenden Verdacht nicht lange ab, bevor Sie den Notarzt rufen. Alarmieren Sie den Rettungsdienst lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig. Und geben Sie Ihre Vermutung "Schlaganfall" schon beim Notruf an.

Und das sollten Sie bis zum Eintreffen von Notarzt und Rettungssanitätern tun:

Erste Hilfe bei Schlaganfall

  • den Erkrankten immer im Auge behalten und in seiner Umgebung für Ruhe sorgen
  • beengende Kleidung lockern
  • auf Atmung und Bewusstein achten
    • Zahnprothesen entfernen, um die Erstickungsgefahr zu senken
    • bei Bewusstlosigkeit stabile Seitenlage
    • bei Atemstillstand Atemspende
    • bei Kreislaufstillstand Wiederbelebung

Üben Sie die verschiedenen Maßnahmen von Zeit zu Zeit, indem Sie Erste-Hilfe-Kurse beim Roten Kreuz oder bei einer anderen Hilfsorganisation besuchen. So bekommen Sie Sicherheit und können im Ernstfall ruhig und sinnvoll handeln.

Akuttherapie

Die Behandlung des Schlaganfalls beginnt mit dem Eintreffen des Rettungsdienstes. Aufgabe des Notarztes ist es, den Patienten auf den Transport ins Krankenhaus vorzubereiten. Ziel der Fahrt sollte am besten eine Klinik mit einer auf Schlaganfälle ausgerichteten Spezialabteilung (so genannte Stroke unit) sein. Im Krankenhaus angekommen, helfen moderne Röntgenverfahren, Ultraschalluntersuchungen und Labormessungen zunächst bei der Diagnostik und Ursachensuche. Das Ergebnis dieser Untersuchungen – Gefäßverschluss oder Blutung – entscheidet über den weiteren Behandlungsweg. Ist der Auslöser des Schlaganfalls ein Gerinnsel, kommt unter bestimmten Voraussetzungen die medikamentöse Auflösung des Blutpfropfs in Betracht. Darüber hinaus stehen verschiedene operative Verfahren und der Einsatz von Spezialkathetern zu Verfügung, um das Gerinnsel zu beseitigen. Bei Blutungen hilft dagegen häufig nur die Operation des defekten Gefäßes.

Frührehabilitation

Nach der Akutbehandlung starten – wenn möglich schon auf der Intensivstation – die ersten therapeutischen Maßnahmen, um die durch den Schlaganfall beeinträchtigten Hirnfunktionen wieder herzustellen. Dabei kommt es zunächst darauf an, den Patienten zu mobilisieren.

Parallel zur Frührehabilitation beginnt die Vorbeugung vor weiteren Schlaganfällen. Diese beruht vor allem auf der Gabe von Medikamenten, die die Blutgerinnung und Arteriosklerose-Entstehung beeinflussen.

Nach der Akutbehandlung:

Was geschieht in der Rehaklinik?

Wie geht es zuhause weiter?