Inhalt
Definition
Denken, lernen, sich erinnern, Bilder, Töne und Gerüche wahrnehmen, auf Reize reagieren, Bewegungen lenken und Körperfunktionen regulieren, Schlaf- und Wachphasen steuern – das menschliche Gehirn ist rund um die Uhr aktiv. Damit wir so komplexe Leistungen, wie z. B. Lesen oder Rad fahren, vollbringen können, haben rund 100 Milliarden Nervenzellen untereinander ein Vielfaches an Verbindungen geknüpft. Diese ungeheure Komplexität und seine pausenlose Tätigkeit machen das Gehirn zu einem der energiebedürftigsten Organe unseres Körpers.
Um die gewaltige Zahl seiner oft lebenswichtigen Aufgaben zu erfüllen, ist das Gehirn auf eine ständige Durchblutung und ausreichende Sauerstoff- und Nährstoff-Zufuhr angewiesen. Fällt die Blutversorgung des Gehirns oder einzelner Hirnregionen plötzlich aus, spricht man in der Medizin von einem Schlaganfall. Die betroffenen Gehirnbereiche reagieren auf die Blutfluss-Unterbrechung fast ausnahmslos sofort und stellen ihre Arbeit ein. Als Folge davon treten vielfach Sprach- und Sehstörungen, Bewusstseinstrübungen, Lähmungen und andere Ausfallerscheinungen auf. Dauert die Durchblutungsstörung länger an, gehen die nicht versorgten Nervenzellen unwiederbringlich zu Grunde. Aus den zunächst noch reversiblen Ausfallerscheinungen werden bleibende Funktionsverluste.
Gefäßversorgung des Gehirns:

Betrachtung von unten

Schnitt durch die Mitte

Versorgungsgebiete
Schlaganfallopfer sind meist nicht mehr in der Lage, selbständig zu handeln. Sie sind darauf angewiesen, dass anwesende Personen den Ernst der Lage erkennen und entsprechend reagieren. Kennen Sie die Zeichen?
Um einen Schlaganfall fachgerecht und erfolgreich zu behandeln, ist es wichtig, seine Ursache zu kennen. Die Medizin unterscheidet im Wesentlichen zwei Schlaganfall-Formen: